Ludwig Ganghofer (1855 – 1920), einer der bekanntesten Heimatschriftsteller seiner Zeit verbrachte viele Wochen des Jahres in seinem Jagdhaus „Hubertus“ bei der Tillfußalm im Leutascher Gaistal. Dort verfasste er unter anderem einen seiner bekanntesten Romane „Das Schweigen im Walde“. Außerdem empfing er dort viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur wie Hugo von Hofmannthal oder Richard Strauss. Die Einnahmen aus seinen Romanen erlaubten es Ganghofer, eine der größten Jagden der Nordalpen, die Gaistaljagd zu pachten. Einige der zahlreichen Reitsteige, die er anlegen ließ, sind auch heute noch erhalten.
Der beliebte Wanderweg zum Ganghoferhaus wurde zu seinen Ehren benannt und bietet neben wunderschöner Naturlandschaft mit der Gaistal-, Tillfuss- und der Hämmermoosalm nette Möglichkeiten zur Einkehr. Auch das Ganghoferhaus kann – allerdings nur von außen, da es nicht öffentlich zugänglich ist – bewundert werden.
Der Weg beginnt im Ortsteil Klamm beim Parkplatz Salzbachbrücke. Einem anfangs leichten Anstieg folgt ein gemütlicher Weg, unterhalb der Hämmermoosalm (nach ca. 45min) vorbei zur Gaistalalm (nach 1,5 Stunden). Weiter gehen wir bis zur Tillfussalm (1 ¾ Stunden), die sich unterhalb der Jagdhütte befindet. Auf dem selben Weg kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt Salzbachparkplatz.
Für geschichtlich und kulturell interessierte Wanderer bietet es sich an, auch das Ganghofermuseum, gleich neben der Kirche in Leutasch (Ortsteil Kirchplatzl) aufzusuchen. Dort erhalten wir Einblicke in Leben und Werk von Ludwig Ganghofer, die Leutascher Dorfgeschichte, sowie die Jagd in Leutasch. Öffnungszeiten: Montag – Freitag 15.00 Uhr – 17.00 Uhr , Sonntag 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Eintritt: Erwachsene € 3 (Ermäßigung mit der Gästekarte), Kinder bis 14 Jahre frei
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